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Als ich im Jahr 1956 zum ersten Mal ernsthaft
meine Telekamera auf ein frei lebendes Tier anlegte, es war eine Kreuzotter,
ahnte ich nicht, dass ich es noch viele Male tun würde: Mehr als 300.000mal
in den vergangenen 55 Jahren; das bedeutet 6.000mal im Jahr und cirka 16mal
pro Tag! Nicht alle diese Fotos existieren mehr, der Zahn der Zeit hat sie
angenagt, vor allem die schönen Schwarzweißaufnahmen, die heutzutage
nicht mehr gefragt sind, und die Farbdias der 50er-, 60er- und 70er-Jahre genügen
den heutigen Ansprüchen nicht mehr oder sie haben sich verfärbt,
jedenfalls sind sie den Weg allen Irdischen gegangen. Aber Tausende der damaligen
vierbeinigen, behaarten, beschuppten, gefiederten und geflügelten Statisten,
die auch dahingegangen sind, haben sich in vielen Zeitungen, Zeitschriften,
Büchern und anderen Veröffentlichungen erhalten, sind damit sozusagen
der Nachwelt überliefert worden und wecken nach all den Jahren spannende
Erinnerungen. Zu ihnen gesellen sich die mehr statischen Motive der Pflanzenwelt
und Landschaften, denn der Begriff Naturfotografie umfasst ja heute viele Bereiche:
von der winzigen Blattlaus bis zum riesigen Elefanten, von der kleinsten Pflanze
bis zum gewaltigen Urwald, und alle Probleme unserer Umwelt. Doch Tierfotos
stellen den Hauptteil des heutigen Archivs dar, aus dem ich nun mühelos
unter mehr als 50.000 Motiven und Dias im Format KB, 6x6 und 6x9 schöpfen,
anbieten und versenden kann, die nach Bedarf gescannt werden können. Erweitert
ist das Archiv mit zahlreichen Texten, Artikeln und Berichten, abrufbereit
für Zeitungen, Zeitschriften und Bücher aus dem In- und Ausland,
zum Beispiel zu diesen Themen: "Die Gorillas von Uganda", "Wer
hat Vorfahrt im Krüger Nationalpark?", "Die Hippos vom Kazinga-Kanal",
"Eine Wolfskinderstube" und viele andere Beispiele, auch einige Bildserien,
sind auf dieser Internetseite zu finden. Die Veröffentlichung mehrerer
Bücher zu Themen wie Jagd, Natur und Geschichte lief sozusagen nebenher.
Immer war es mein Anliegen, die tierischen Darsteller in ihren Revieren und
Wohnplätzen so wenig wie möglich zu stören und so natürlich
wie es die Umstände zuließen aufs Bild zu bannen. Nicht alle waren
damit einverstanden: Elefanten, Nashörner und Flusspferde setzten mir
nach, Kreuzottern haben mich gebissen, Eulen mich gegriffen, auf weiten Reisen
in alle Welt und zu Hause. Nicht nur der Erfolg mit Tausenden Veröffentlichungen
gab mir Bestätigung, auf gutem Weg zu sein, sondern auch das Gefühl
und die Erkenntnis, einer lehrreichen, sinnvollen, nützlichen und befriedigenden
Nebenbeschäftigung nachgegangen zu sein und mit Naturfotos anderen Menschen
Freude bereitet zu haben. Und noch ist ja nicht aller Fototage Abend: Es heißt,
auch das 60er-Jubiläum zu erreichen, jetzt mit Abschied von der Analog-
und Hinwendung zur Digitalfotografie - nun, allzeit passende Motive und "Gutlicht"
kann man immer gebrauchen. Zwei persönliche Bilder sollen den Sprung eines
halben Jahrhunderts veranschaulichen:
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